Dr.-Günter-Renschin-Cup: 14 Teams am Start

Begegnung: Ein Boot fährt zum Steg, vier andere liefern sich im Hintergrund ein spannendes Finish

Nach einem Jahr Corona-Pause endlich wieder ein Dr.-Günter-Renschin-Cup im Schiersteiner Hafen (Samstag, 02.10.): 14 Teams brachten die Organisatoren im Wassersport-Verein Schierstein 1921 e.V. zusammen und ernteten jede Menge Dank und Anerkennung. “Wir kommen wieder!”, hörten die WVS-Verantwortlichen am Ende des Tages immer wieder. Und als Drohung mussten sie das wirklich nicht verstehen.

Zieleinlauf nach 250 Metern (Foto: Grit Kaletta)

Tatsächlich lieferten sich die 14 Teams (bis zu den 250-Meter-Rennen waren es sogar 15) spannende Kopf-an-Kopf-Rennen. Wie entfesselt ließen sie nach Corona-Pausen ihrer ganzen Energie freien Lauf und riefen auf der Regattastrecke ihr volles Potenzial ab. Zumal am Anfang ohne die gewohnte Klasseneinteilung jedes Team gegen jedes startete, jedes Team alle Chancen hatte. Das war auch für die Zuschauer ein herrliches Schauspiel. Und Regatta-Sprecher Jürgen Sesterhenn lieferte mit sonorer Stimme, Witz und Drachenboot-Kompetenz die notwendigen Informationen zu dem Schauspiel, das sich gerade im Hafen ereignete.

Erste Wende der Rheingauner Youngstars (Boot links) des WS mit Jugendlichen und ehemaligen Jugendlichen. Mit zwei ersten Plätzen im Fun-Cup ging die Rechnung von Trainer Karl-Heinz Born auf. (Foto Grit Kaletta) 

Tatsächlich war der Dr.-Günter-Renschin-Cup 2021 eine Herausforderung für die Sportlerinnen und Sportler, vor allem aber für die Veranstalter des WVS. Denn noch immer mussten Corona-Regeln befolgt werden. Das zeigte sich nicht nur am Ende bei der Siegerehrung, als die Teams nur fürs Foto die Mund-Nasenschutzmasken abnahmen, das zeigte sich auch an den Team-Zelten, die auf akkurat abgemessenen Rechtecken in der nötigen Distanz aufgestellt waren. 

Coronabedingt auch die Besetzungen: Mit nur 14 Paddlerinnen und Paddlern (plus Trommler und Steuermann) wurden die für 20 Paddler gebauten Drachenboote besetzt. WVS-Drachenboot-Abteilungsleiterin Grit Kaletta war froh, überhaupt so viele Teams zusammen bekommen zu haben. Denn die Corona-Regeln hatten Training und Begeisterung bei vielen Teams deutlich dezimiert. Die Teams kamen alle aus der Region und brauchten wegen kurzer Anfahrt keine Übernachtung.

Und coronabedingt auch der Ablauf: Nur ein Team statt mehreren durfte zum Einsteigen auf den Steg und deshalb wurde auch vom Steg 2 abgefahren. Kurioserweise führte aber genau das dazu, dass die Rennen am Vormittag eher früher als später starteten: “Vorher haben wir gedrängelt, nachher gebremst”, kommentierte Regatta-Marshallin Ina Wenzel das Geschehen – sehr schnell und diszipliniert hatten nämlich die Teams die neue Routine beherrschen gelernt.

Ein weiteres Corona-Handicap: Da die Teams während der Corona-Einschränkungen kaum trainieren durften, konnte man bei der Einteilung der Gruppen nicht auf die gewohnten Leistungsklassen bauen. Die wurden dann aber in drei Vorläufen ermittelt und so das gesamte Feld in eine Fun- und in eine Sportklasse für die Endläufe aufgeteilt. Gefahren wurde über 250 Meter und am Ende gab es noch einen Lauf über 1.000 Meter, ein Verfolgungsrennen mit drei Wenden. 

Sport-Teams, in der Rangfolge der Ergebnisse des 1.000 Meter-Laufs:

Fun-Teams, in der Rangfolge der Ergebnisse des 1.000 Meter-Laufs: 

Frauen und Männer hinter den Kulissen
Verantwortlich: Grit Kaletta, WVS-Abteilungsleiterin Drachenboot. Sprecher: Jürgen Sesterhenn. Starter: Olaf Stahl (WVS-Abteilungsleiter Segeln). Im Zielturm: Annkatrin Caesar, Jeanette Stüber-Renschin, Torsten Lux. Regatta Marshallin: Lina Wenzel, unterstützt von Einweisern und Helfern Carsten Stopelkamp, Tino Kwiatkowski, Mike Herrfert, Joachim Schulowski, Hans-Günther Hase. Mannschaftsarzt: Dr. Markus Hübenthal (WVS-Abteilungsleiter Kanuwandern).

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